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Rekord mit über 350 Ausstellern

Quelle: Hebezeuge und Fördermittel
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In wenigen Wochen startet auf dem Stuttgarter Messegelände mit der LogiMAT 2006 die 4. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss. Auf rund 9200 m2 Netto-Ausstellungsfläche in acht Hallen sorgen mehr als 350 Aussteller aus 15 Ländern für eine Rekordbeteiligung. über 8000 Fachbesucher aus den Bereichen Lager, Versand, Fuhrpark und Logistik werden in Stuttgart erwartet.

Die stark mittelstandsgeprägte Intralogistik-Branche boomt. Wurden im Vorjahr bereits Umsätze von fast 13 Mrd. € erwirtschaftet, rechnen Experten in diesem Jahr mit einer Steigerung von 20 %. Diesem Wachstum steht die LogiMAT in nichts nach. Im Gegenteil: Die Logistikmesse wächst von Jahr zu Jahr im Schnitt um 30 % an Ausstellern und an Ausstellungsfläche. Auch der Auslandsanteil ist in diesem Jahr mit 12 % so hoch wie nie. Einen starken Anstieg von 13 auf 22 % verzeichnet die Ausstellergruppe, die zum Segment Förder und Lagertechnik, Lager- und Betriebseinrichtungen gehört. Das entspricht auch der Branchenstruktur, denn die Fördertechnik ist mit einem Umsatzanteil von 78 % der größte Bereich der Intralogistik. Die Betreiber und Hersteller von Flurförderzeugen und fahrerlosen Transportsystemen haben das Potenzial der LogiMAT ebenfalls erkannt und ihren Anteil an der „Messe mit Mehrwert“ von 9 % auf 14 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Ausweiten werden sich auch die Anbieter von Kennzeichnung, Barcode und RFID.
Viele Unternehmen warden Lösungen zur Optimierung und Effizienzsteigerung der Prozesse in automatisch oder manuell betriebenen Lagern präsentieren. Moderne Kommissionierverfahren gewährleisten kürzeste Auftragsdurchlaufzeiten durch Pick-by-Light-, Pick-by-Voice- und Warehouse-Management-Systeme.
Im Brennpunkt der LogiMAT 2006 steht jedoch die Verpackungs-technologie. Eingebunden in computergesteuerte Lagerverwaltungs- und Materialflusssysteme, ist Verpackung ein wichtiger Bestandteil durchgehender Förderprozesse. Zunehmend gilt dies auch für Roboter in der Logistik, die in diesem Jahr deutlich stärker repräsentiert sein werden.
Praxis – Trends – Visionen
Neben den „handfesten“ Neuheiten bietet die LogiMAT unter dem Motto „Praxis vermitteln – Trends setzen – Visionen zeigen“ die Bühne für ein breit gefächertes Programm an Fachforen und Sonderschauen. So veranstaltet das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) aus Stuttgart das Forum „Erfolgsfaktor Unternehmenslogistik“, das sich anhand von Best-Practice-Beispielen mit effizienter Produktionslogistik im Maschinen- und Anlagenbau, der Kunden- und Beschaffungslogistik im Handel sowie der Auswahl und Einführung von RFID in der Automobilindustrie beschäftigt. RFID und das Internet der Dinge wird von Prof. Dr. Michael ten Hompel vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund thematisiert. Demonstriert wird, wie Paletten und Behälter, ausgestattet mit RFID-Tags, ihren Weg durch den Materialfluss selbständig finden, autonom steuern und organisieren. Mit innovativen Lösungen und Fallbeispielen bei Mehrweg-Transportverpackungen und Ladungssicherung befasst sich das Institut für Verpackungstechnik (IfV) des VVL.
Die stets interessante interessante Diskussion mit dem Thema „RFID oder Barcode – was für was?“ wird von der AIM aus Lampertheim angeregt.
Klaus Heptner, Leiter des VDIFachbereichs Logistik, und Prof. Jörg Wollert, Fachhochschule Bochum, gehen den Chancen, Risiken und Nutzen von E-Commerce und Logistik nach. Unter anderem spielen in diesem Forum die neue VDIRichtlinie 4485, Datenschutz und Datensicherheit, Empfehlungen für die Realisierung durch Experten aus Planung, Einführung und Betrieb sowie die Vorstellung von Fallbeispielen eine Rolle.
Dr. Sven Spieckermann, Vorstand bei SimPlan, zeigt unter dem Forumstitel „Digitale Logistik“ die wachsende Bedeutung „virtueller Welten“ und innovativer Werkzeuge zur Optimierung von Material-fluss- und Logistikprozessen auf.
„Profit durch Retrofitting – Modernisierung von Intralogistik-Systemen“ ist das Thema des Forums der Vanderlande Industries. Die Planung und Realisierung von Retrofitting-Maßnahmen stellen oftmals größere Anforderungen als ein Neubau auf der grünen Wiese.
Im Forum „Stapler-Innovationen – Wissenschaft trifft Praxis“ von Prof. Dr.-Ing. Rainer Bruns, Inhaber des Lehrstuhls für Maschinenelemente und Technische Logistik an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, stehen neben den Produktneuheiten von Still und Jungheinrich bei den Elektrostaplern auch die Auswirkungen des verschärften internationalen Wettbewerbs durch Globalisierung im Flur-förderzeugmarkt auf der Tagesordnung.
Außerdem geht Bruns auf die niedrigeren Entwicklungsaufwände durch vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung mit wissenschaftlichen Partnern wie der WGTL ein.
Bei den Foren der Zeitschriften „Logistik heute“ und „Logistra“ geht es um die Themen „Reengineering im Warehouse“ und „Ware sicher rein und raus“. Die Zeitschrift „Hebezeuge und Fördermittel“ will Hilfestellung beim Einkauf und Einsatz von Flurförderzeugen geben und veranstaltet wieder ein Stapleranwender-Forum mit Experten aus der Praxis. Prof. Dr.-Ing. Willibald Günthner von der TU München präsentiert in seinem Forum „Was Hochschulen leisten – Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis“ ausgesuchte Forschungsprojekte rund um RFID-gestützte Flurförderzeuge oder Ergonomiekonzepte für Elektrostapler.
Erstmalig auf einer Messe wird auf der Live-Eventадäche ein sogenannter Multiunit-Scan zu sehen sein, der das Auslesen und Verarbeiten von mehreren hundert Transpondern in weniger als einer Minute ermöglicht. Ehrhardt + Partner präsentieren dort Kommissioniertechnologien wie Pick-to-Voice oder Pick-to- Light und lassen auch die Messebesucher selbst Kommissionieraufträge durchführen.
Die unterhaltsame Seite der Informatik wird den Messebesuchern auf der Live-Eventfläche in Form von Roboterfußball vermittelt. Kleine Metallwürfel, sog. „Droids“, bilden das Roboterfußball-Team des Fachbereichs Informatik der Universität Dortmund, das dabei hinter einem Golfball herjagt und die Fortschritte auf dem Feld der künstlichen Intelligenz veranschaulichen soll.
Sorgfältig ausgewählt von einer Jury aus Medien- und Verbandsvertretern werden am Eröffnungstag, dem 28.03.2006 um 16.30 Uhr, wieder innovative Produkte mit dem renommierten Preis „Bestes Produkt“ ausgezeichnet.